Spiritueller Souljazz
Wie man auf exzellente Art und Weise Fusion-Soul, Jazz, Afro, Latin und Raw Grooves der Sechziger und Siebziger zu einer mitreißenden neuen Melange vereint, das führt das 2002 in Ottawa gegründete Souljazz Orchestra vor. Nachdem sie auf ihren ersten beiden Alben bereits mit rhythmischen Eskapaden zu überzeugen wussten, legen sie nun mit 'Rising Sun' noch einen drauf. Mit noch größerer stilistischer Vielfalt tauchen sie in einen spirituell benetzten Jazz ein, der sich insbesondere den Rhythmen und Sounds des afrikanischen Kontinents verpflichtet fühlt. Mit virtuoser Instrumentalkunst und ausgefeilten Arrangements erzeugt das Orchester einen unwiderstehlichen Flow, der mit dem verhaltenen Opener "Awakening" beginnt und in Songs wie dem mit treibendem Afrobeat ausgestatteten "Abgabra" und dem von schwerblütigem Ethio-Jazz angetriebenen "Negus Negas" mündet. "Lotus Flower" zeichnet sich insbesondere durch den Trompetenklang von Gastmusiker Nicholas Dyson aus, während "Serenity" von der Klarinetten- und Flötenarbeit des Multiinstrumentalisten Zakari Frantz bestimmt wird. Abgerundet wird das wahrhaft sonnenbeschienene Werk von dem Souljazz Orchestra mit einer stürmischen und in zwei Teilen aufwartenden Coverversion von Pharoah Sanders "Rejoice".