Aufbruch zu neuen Ufern
In den 70er Jahren war Billy Cobham, Gründungsmitglied des Mahavishnu Orchestra, zweifellos der einflussreichste Fusion-Drummer. Mit Aufnahmen wie 'Spectrum', seinem überzeugenden Plattendebüt als Leader, trug Billy Cobham maßgeblich zur Entwicklung des Jazzrock bei. Bis heute ist das Spiel des 65-jährigen Schlagzeugers, Komponisten und Produzenten geprägt von großer Dynamik und kreativem Ausdruck, aktuell zu hören auf seinem neuen Album 'Palindrome'. Eingespielt mit illustren Gästen wie Ernie Watts (Saxofon), Michael Rodriguez (Trompete), Marshall Gilkes (Posaune), Jean-Marie Ecay und Dean Brown (Gitarre), repräsentieren die Stücke auf 'Palindrome' Billys musikalische Vielfalt - von Rock bis Soul, von Smooth Jazz bis Latin -, die er in den letzten 30 Jahren immer weiter entwickelt hat. Mit immer noch atemberaubendem Tempo auf Snare und High-Hat und seinen melodischen Trommelfiguren präsentiert Cobham Songs wie "Moon Germs" (aus 'Total Eclipse', 1975) oder "A Days Grace" (aus 'Flight Time', 1981) im neuen Gewand. Für Billy Cobham ist 'Palindrome' einerseits Rückbesinnung auf sein großes musikalisches Schaffen, andererseits aber auch ein Aufbruch zu neuen Ufern.